Freitag, 4. September 2015

Sichtschutz....

... aber wie soll dieser aussehen- das war die Frage...

Laaaaange habe ich mir überlegt, was für einen Sichtschutz wir beim Hühner-, und Gartenhaus des Nachbarns machen wollen. Das fällen des toten Baumnussbaumes gab die Antwort auf den ersten Sichtschutz zum Hühnerhaus hin. Und auf Bildern welche ich fand, sah ich die Lösung zum verstecken des Gartenhaus :-)

2013 blühten hier noch die Tulpen- weiter oben bauten wir eine Wand aus Restholz und stellten dahinter als eine Art Insektenhotel einen Teil der übrig gebliebenen Ziegel vom Haus
hier oben im Nutzgarten wollte ich auch einen Kompost anlegen. Ich dachte 2013, mit so einem Holzteil (siehe Bild) wäre ich gut beraten... Weit gefehlt- für die Grösse unseres Gartens braucht es mind. 3 wirklich grosse Kompostgitter und kein solches Spielzeug :-)
 irgendwann wurde uns das Gefälle zum Nachbarn hin- einfach nur lästig - der Kompost kippte langsam nach hinten- die Holzwand ebenso und das gut gemeinte Insektenhotel (übrige Ziegel vom Haus die wir hinter die Holzwand aufschichteten) war ein Flop. Nebst der Tatsache, dass Land ungenutzt daliegt, was man zudem ständig noch jäten muss... Auso- planten wir 2014 den Bau einer 12 Meter lange Mauer mit zwei verschiedenen Ebenen
 gesagt getan- mein Mann rechnete das Material, ein Mitarbeiter unseres Nachbarns holte dies mit dem Riesentraktor und Anhänger ab, lud es mit dem Gabelstapler auf dessen Parkplatz, und der gleiche Mitarbeiter (im früheren Leben Baggerfahrer) half uns den Aushub mit dem gemieteten Bagger so zu machen und zwar so damit das Hühnerhaus nach dieser Aktion noch stand und zwar ohne einen kleinen Kratzer abzubekommen... huch- das hätten wir Greenhörner wohl tatsächlich nicht geschafft... viiielen Dank an Hansueli und dessen Mitarbeiter für die Hilfe
mein Mann und Freunde von uns begannen sogleich die Betonhohlsteine zu stellen, mit Armierungsstahl zu verstreben und binnen zwei Tagen war ein Teil der 10 Tonnen bereits an Ort und Stelle... Hut ab Jungs- was ihr da geleistet habt
  von einem Freund haben wir einen Betonmischer ausleihen dürfen. Hunderte Säcke galt es nun anzumischen und den Beton in Plastikeimern in kleinen Portionen in die Mauer zu leeren. Ich weiss beim besten Willen nicht mehr, wie oft wie da hin und her gelaufen sind- es schien KEEEEEEEEEEEEEEEEEIN Ende nehmen zu wollen. Jeden Tag nach der Arbeit sowie an allen folgenden Samstagen fühlten wir uns wie im Film "Täglich grüsst das Murmeltier"
   Jo, es war ein etwas grösseres Projekt, dass wir zwei uns da aufgehalst haben...
 nachdem die Mauer dann irgendwann mal mit Beton aufgefüllt war, hinterfüllten wir diese mit Wandkies und Schotter. Wir durften hierzu den Dumper vom Pferde-Huforthopäden im Dorf benützen. Rico fuhr damit in die nahegelegene Kiesgrube und holte so das Material. Ihr könnt euch vorstellen- er freute sich wie "Bolle" auf dem Teil zu fahren.... Wir erstellten Trainagen damit das Wasser ablaufen konnte, bohrten Löcher trennten mit Vlies und planierten am Ende alles mit dem Aushub- schön Schaufel für Schaufel...
 durch den Winter hindurch liessen wir das Projekt ruhen...
Im Frühling 2015 fällten wir nach langem Hin und Her studieren, diskutieren unseren geliebten Riesen (der die Bauzeit leider nicht überlebt hat- obschon wir den kompleten Garten um ihn herum gebaut haben)
ich wollte ihn zuerst mit Kletterrosen überwachsen lassen- doch, es machte keinen Sinn. Bei jedem Windstoss fielen immer grössere Äste runter- der Baum war komplett dürr und es war eine Frage der Zeit, bis das daruntersitzen zu gefährlich gewesen wäre.... Obi mit dessen Sohn Serge, die Waldbesitzer sind und eine Menge Erfahrung im Baum fällen mitbringen- rauschten an einem sonnigen, bitterkalten Samstagmorgen mit Maschinen an...
 wie ihr hinter Obi sehen könnt, haben wir vor dem Hühnerhaus hohe Pfosten eingeschlagen, wir beschlossen mit dem Totholz des Baumnussbaumes einen für Nützlinge wertvollen Sichtschutz zu bauen. Weiter oben zum Gartenhaus hin, hat mein Mann bereits die Pfosten für den Sichtschutz montiert. Der Nachbar hat den halben Meter zwischen seinem Gartenhaus und unserer Mauer mit Rollkies hinterfüllt, somit stützt es die Mauer optimal und es entstand so eine zusätzliche Trainage, da hier bei Regen immer Unmengen von Wasser fliessen
  Obi, Serge und Rico in Aktion (mehr oder weniger gell Obi)
  Frauenpower war angesagt- Jasmin und ich kreierten derweil mit den grösseren und kleineren Ästen den Sichtschutz "ist wie Tetris spielen meinte Jasi"
 mein Freund der Baum... ich vergoss so manche Träne- denn in diesen Baum hatte ich mich bei der ersten Besichtigung des Grundstückes verliebt. Und- er war bereits Eingangs Tal von der Strasse her zu sehen - so stattlich war er
  und so sieht die Wand heute vor dem Gartenhaus unseres Nachbarn aus. Alte Fenster habe ich eben erst ergattern können, somit werden in nächster Zeit noch zwei Fenster links von der Türe in die Wand eingesetzt. Vor der Wand werden noch Blumenbeete sowie ein kleiner Weg angelegt... aber schön- eins nach dem anderen :-)
 die Türe lässt sich öffnen und mit den Fenstern die noch eingesetzt werden- links davon, gibt es dann wieder eine zusätzliche Möglichkeit für einen kleinen "Schwatz" mit den Nachbarn :-)
 Es fehlt noch etwas Material links bis ganz obenhin, aber mit der Zeit wird auch dieser Sichtschutz mit Ästen aufgefüllt sein. Die Hühner haben etwas mehr Windschutz und Nützlinge ein gigantisches Hotel zur Verfügung
noch nicht fertig, aber in Arbeit... die Komposthaufen- 3 Stück. Die Holzladen lassen sich bequem rausziehen, so ist das Umfüllen ein Klacks und beim fertigen Kompost gibt es dann noch einen Deckel oben drauf. Vor die Komposthaufen bauen wir noch einen Rost sowie Unkrautsperre. Rechts im Bild haben wir einen Rosenbogen eingebaut und eine Steintreppe führt dann in den unteren Garten.
im nächsten Post zeige ich euch unsere grosse Feuerstelle
Herzliche Grüssle euch allen
Franziska & Co